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Rechtliches

EU AI Act, Haftung, Verträge und Pflichten: die rechtlichen Begriffe, die Geschäftsführer:innen kennen sollten, bevor KI im Unternehmen produktiv wird. Orientierung, keine Rechtsberatung.

74 Begriffe in dieser Kategorie

A

AGES / BASG (Österreichische Regulierungsbehörden für Medizinprodukte)

AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) sind die österreichischen Regulierungsbehörden für Medizinprodukte. Das…

AI Act (EU-KI-Verordnung)

Der EU AI Act (Verordnung 2024/1689) ist die weltweit erste umfassende Rechtsverordnung zur Regulierung künstlicher Intelligenz. Die am 1. August 2024 in Kraft getretene Verordnung klassifiziert…

AI Office (EU-Behörde für KI-Governance)

Das European AI Office ist eine 2024 innerhalb der EU-Kommission eingerichtete Behörde, die als zentrale Anlaufstelle für die Umsetzung und Durchsetzung des EU AI Act fungiert – insbesondere für…

Anbieter

Anbieter im Sinne der EU-KI-Verordnung ist, wer ein KI-System entwickelt oder entwickeln lässt und es unter eigenem Namen oder eigener Marke in Verkehr bringt oder in Betrieb nimmt. Im Gegensatz zum…

Angemessenheit

Angemessenheit ist die dritte und letzte Stufe der rechtlichen Verhältnismäßigkeitsprüfung. Sie prüft, ob eine Maßnahme – selbst wenn sie geeignet und erforderlich ist – in einem ausgewogenen…

Anhang IV (Technische Dokumentation im EU AI Act)

Anhang IV des EU AI Act legt fest, welche technische Dokumentation Anbieter von Hochrisiko-KI-Systemen vor Markteinführung erstellen müssen. Die Dokumentation umfasst neun Pflichtabschnitte und dient…

Auditrecht

Das Auditrecht bezeichnet die vertragliche Befugnis des Auftraggebers, bei Dienstleistern (insbesondere Auftragsverarbeitern) die Einhaltung vereinbarter Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen…

Automatisierte Entscheidungsfindung

Automatisierte Entscheidungsfindung bezeichnet Entscheidungen, die ausschließlich durch Computer-Algorithmen ohne menschliches Eingreifen getroffen werden und rechtliche Wirkung entfalten oder eine…

AZG (Arbeitszeitgesetz)

Das Arbeitszeitgesetz (AZG) ist das zentrale österreichische Bundesgesetz, das die zulässige Dauer der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit, Ruhepausen und Ruhezeiten regelt. Es verpflichtet…

B

Berufsgeheimnis (nach WTBG)

Das Berufsgeheimnis nach WTBG (§ 80 Wirtschaftstreuhandberufsgesetz 2017) verpflichtet Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen zur umfassenden Verschwiegenheit über anvertraute…

Beschwerdeverfahren

Ein Beschwerdeverfahren ist das in der DSGVO verankerte Recht jeder betroffenen Person, bei einer Datenschutzbehörde gegen vermutete Datenschutzverstöße vorzugehen. Es ermöglicht KMU-Kund:innen oder…

Betreiber

Ein Betreiber ist eine natürliche oder juristische Person, die ein KI-System in eigener Verantwortung für berufliche Zwecke einsetzt, ohne es selbst zu entwickeln oder unter eigenem Namen zu…

Betriebsrat

Der Betriebsrat ist die gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Betriebsebene. Er hat gesetzlich verankerte Mitbestimmungs-, Informations- und Überwachungsrechte und…

Betriebsvereinbarung

Eine Betriebsvereinbarung ist eine schriftliche, rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, die betriebliche Angelegenheiten regelt und für alle Arbeitnehmer eines Betriebs…

BetrVG §87 Abs. 1 Nr. 6 (Mitbestimmungsrecht bei KI-Systemen)

§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG gibt dem Betriebsrat ein zwingendes Mitbestimmungsrecht bei der Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung der…

Biometrische Identifikation

Biometrische Identifikation bezeichnet die Erkennung von Personen anhand einzigartiger körperlicher oder verhaltensbezogener Merkmale wie Fingerabdruck, Gesicht oder Iris. Sie gilt unter dem EU AI…

Bug-Bounty-Programm

Ein Bug-Bounty-Programm ist eine Initiative, bei der Unternehmen externe Sicherheitsexpert:innen finanziell belohnen, wenn diese Schwachstellen in Software, Webanwendungen oder IT-Systemen entdecken…

Business Continuity

Business Continuity (Geschäftskontinuität) bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, kritische Geschäftsprozesse auch bei schwerwiegenden Störungen aufrechtzuerhalten oder schnellstmöglich…

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EAR (Einnahmen-Ausgaben-Rechnung)

Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (EAR) ist eine vereinfachte Methode der Gewinnermittlung für kleinere Unternehmen in Österreich, bei der der Gewinn als Differenz zwischen tatsächlich zugeflossenen…

Eintrittspforte 1 — Anhang I (Hochrisiko-KI nach AI Act)

Die erste der beiden rechtlichen Wege, über die der EU AI Act ein KI-System als hochriskant einstuft: Das System muss als Sicherheitskomponente eines nach Anhang I regulierten Produkts verwendet…

Eintrittspforte 2 — Anhang III (Hochrisiko-KI-Systeme im EU AI Act)

Anhang III des EU AI Act listet acht definierte Anwendungsbereiche (z. B. Personalauswahl, Kreditwürdigkeit, Strafverfolgung), in denen eigenständige KI-Systeme automatisch als hochriskant gelten und…

ePrivacy-Richtlinie

Die ePrivacy-Richtlinie (Richtlinie 2002/58/EG) regelt seit 2002 EU-weite Mindestvorgaben für den Datenschutz in der elektronischen Kommunikation, insbesondere Cookie-Verwendung, Telefon- und…

Erforderlichkeit (Dreistufentest beim AI Act)

Erforderlichkeit ist der zweite Prüfschritt im Dreistufentest der Verhältnismäßigkeit, der bei der Bewertung von Hochrisiko-KI-Systemen im Rahmen des AI Act angewendet wird. Er prüft, ob ein…

EU-Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung

Die EU-Konformitätserklärung ist ein rechtsverbindliches Dokument, mit dem der Hersteller bestätigt, dass sein Produkt alle anwendbaren EU-Anforderungen erfüllt. Die CE-Kennzeichnung wird auf dieser…

Externes IT-Sicherheitsaudit

Ein externes IT-Sicherheitsaudit ist die systematische Überprüfung der IT-Infrastruktur eines Unternehmens durch unabhängige Fachkräfte, um Schwachstellen, Fehlkonfigurationen und Sicherheitslücken…

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Sanktionen im EU AI Act

Sanktionen im EU AI Act sind gestufte Geldstrafen bei Verstößen gegen die KI-Verordnung. Artikel 99 sieht je nach Schwere bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor, je…

Schulungspflicht

Schulungspflicht bezeichnet die rechtliche Verpflichtung für Unternehmen, ihre Mitarbeiter regelmäßig im Umgang mit sensiblen Daten, Datenschutz und KI-Systemen zu schulen. Sie leitet sich aus der…

Self-Assessment

Eigenverantwortliche Prüfung durch ein Unternehmen, ob Compliance-Anforderungen erfüllt sind – etwa bei DSGVO oder AI Act. Dient der Selbsteinschätzung von Risiken und Umsetzungsstand ohne externe…

Shadow IT

Shadow IT bezeichnet IT-Systeme, Software oder Cloud-Dienste, die Mitarbeiter:innen ohne Wissen oder Genehmigung der IT-Abteilung im Arbeitsalltag einsetzen. Beispiele sind private Cloud-Speicher,…

Sicherheitsvorfall

Ein Sicherheitsvorfall ist ein Ereignis, bei dem die Sicherheit von IT-Systemen, Netzwerken oder Daten beeinträchtigt wird oder wurde. Dazu zählen unbefugter Zugriff, Datenverlust, Systemstörungen…

Spear-Phishing

Spear-Phishing ist eine gezielte Form des Phishing-Betrugs, bei der Angreifer einzelne Personen oder Unternehmen mit personalisierten Nachrichten attackieren. Im Gegensatz zu Massen-Phishing werden…

Supply-Chain-Sicherheit

Supply-Chain-Sicherheit bezeichnet Maßnahmen und Strategien zur Absicherung von Lieferketten gegen Cyberbedrohungen, physische Risiken und Abhängigkeiten. Sie umfasst die Bewertung und Überwachung…

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