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BMD NTCS

BMD NTCS (New Technology Commercial Software) ist die integrierte Unternehmenssoftware des österreichischen Herstellers BMD Systemhaus aus Steyr. Sie deckt Rechnungswesen, Lohnverrechnung, Warenwirtschaft und Controlling ab und wird vor allem von Steuerberatungskanzleien sowie von Unternehmen in Österreich und den Nachbarmärkten eingesetzt.

Ausführliche Erklärung

BMD NTCS ist eine modular aufgebaute Business-Software, die auf einem zentralisierten Datenbankmodell basiert. Sie ist der Nachfolger der älteren, dateibasierten Produktlinie BMD 5.5; die Umstellung erfolgte über viele Jahre modulweise, das Buchhaltungsmodul etwa ab 2010. Weil alle Daten in einer zentralen Datenbank liegen, sind durchgängige Prozesse und eine konsistente Datenführung über die Module hinweg möglich. Der Funktionsumfang reicht von Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Controlling und Anlagenbuchhaltung über Lohnverrechnung und HR bis zu Warenwirtschaft, CRM und Dokumentenmanagement.

Hersteller ist die BMD Systemhaus GesmbH mit Sitz in Steyr, gegründet 1972. Das Unternehmen beschäftigt über 830 Mitarbeitende, betreut nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Kundinnen und Kunden und erzielte im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatz von über 100 Millionen Euro. BMD gilt in Österreich als Marktführer bei Software für Steuerberatung, Rechnungswesen und Lohnverrechnung und ist neben Österreich in Deutschland, der Schweiz, Tschechien, der Slowakei und Ungarn vertreten; die Software steht in mehreren Sprach- und Länderversionen zur Verfügung.

Für Unternehmen ist BMD NTCS vor allem dann interessant, wenn eng mit der Steuerberatung zusammengearbeitet wird: Arbeiten beide Seiten mit BMD, lassen sich Belege und Buchhaltungsdaten ohne Medienbruch austauschen. Die modulare Struktur erlaubt einen Einstieg mit wenigen Modulen und eine spätere Erweiterung. Betrieben werden kann NTCS auf eigener Hardware oder über die BMD Cloud im sogenannten ASP-Betrieb (Application Service Providing), bei dem BMD Server, Wartung und Datensicherung in einem österreichischen Rechenzentrum übernimmt – vergleichbar mit einem SaaS-Modell, technisch jedoch über Remote-Desktop-Dienste umgesetzt.

An Automatisierungsfunktionen bietet NTCS unter anderem die regelbasierte Verbuchung von Bankauszügen, Zahlungsvorschläge mit Skonto-Optimierung und die digitale Belegverarbeitung. Für die Belegerkennung kooperiert BMD seit 2020 mit dem österreichischen KI-Anbieter Finmatics: Dessen Verfahren liest nicht nur Belegdaten aus, sondern schlägt auf Basis gelernter Muster ganze Buchungssätze vor, die im Rechnungswesen nur noch geprüft und freigegeben werden. Rechtliche und steuerliche Aktualisierungen liefert der Hersteller über regelmäßige Updates nach.

Die Einführung erfordert in der Regel fachliche Begleitung durch BMD-Partner oder die Steuerberatung, da die Software auf beruflich geschulte Anwenderinnen und Anwender ausgelegt ist. Für Kleinstbetriebe mit einfachen Anforderungen kann der Funktionsumfang überdimensioniert sein.

Praxisbeispiel

Ein Tischlereibetrieb mit 25 Mitarbeitenden aus Oberösterreich nutzt BMD NTCS für Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft und Lohnverrechnung. Die Steuerberaterin des Unternehmens arbeitet ebenfalls mit BMD, wodurch Belege und Buchhaltungsdaten digital ausgetauscht werden, statt Ordner zu übergeben. Die automatisierte Bankauszugsverbuchung und die KI-gestützte Belegerkennung reduzieren den manuellen Erfassungsaufwand in der Buchhaltung spürbar. Betrieben wird die Software über die BMD Cloud, sodass kein eigener Server im Haus nötig ist.

Quellen

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„BMD NTCS“ — Definition im Strukturaflow IT Glossar: https://begriffe.strukturaflow.com/begriff/bmd-ntcs
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Zuletzt aktualisiert: 5. September 2026