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Skills Schecks (FFG-Förderprogramm für Weiterbildung)

Skills Schecks sind ein Förderprogramm der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG, das Unternehmen mit Niederlassung in Österreich einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 5.000 Euro pro Mitarbeiter:in für Weiterbildungen in den Bereichen Digitalisierung und ökologische Nachhaltigkeit gewährt.

Ausführliche Erklärung

Das Förderprogramm Skills Schecks wurde entwickelt, um Unternehmen jeder Rechtsform – mit besonderem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen – einen niederschwelligen Zugang zu Qualifizierungsmaßnahmen zu ermöglichen. Gefördert werden externe berufliche Weiterbildungen, die zur digitalen Transformation oder zur ökologischen Nachhaltigkeit des Unternehmens beitragen. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von maximal 50 Prozent der externen Weiterbildungskosten, wobei pro Mitarbeiter:in und Skills Scheck ein Höchstbetrag von 5.000 Euro gilt.

Pro Unternehmen können maximal fünf Skills Schecks beantragt werden, wodurch sich eine maximale Gesamtförderung von 25.000 Euro ergibt. Die Förderung richtet sich explizit auch an Geschäftsführer:innen, Einzelunternehmer:innen und mitarbeitende Gesellschafter:innen. Besonders berücksichtigt werden Weiterbildungen zu den Schlüsseltechnologien der Industriestrategie Österreich 2035, darunter Künstliche Intelligenz, Dateninnovation, fortgeschrittene Produktionstechnologien, Energie- und Umwelttechnologien sowie Mobilitätstechnologien.

Die Weiterbildung muss bei einem anerkannten Anbieter öffentlich buchbar sein und auf dessen Website dokumentiert werden. Der Antrag muss vor Beginn der Weiterbildung über das elektronische Einreichsystem eCall der FFG gestellt werden, wobei die Weiterbildung spätestens vier Wochen nach Antragstellung beginnen muss. Die Rechnung darf zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht ausgestellt sein. Die maximale Dauer der Weiterbildung beträgt 18 Monate ab Antragsdatum. Die Förderung erfolgt im Rahmen der De-minimis-Verordnung der EU, weshalb entsprechende Obergrenzen zu beachten sind.

Praxisbeispiel

Eine Tiroler Steuerberatungskanzlei mit 18 Mitarbeiter:innen plant, drei Mitarbeitende sowie die Geschäftsführerin im Umgang mit KI-gestützten Tools für die Buchhaltungsautomatisierung schulen zu lassen. Die Kanzlei beantragt vier Skills Schecks für einen jeweils dreitägigen Kurs zu einem Preis von 2.400 Euro pro Person. Die FFG bewilligt die Anträge mit einer Förderquote von 50 Prozent, sodass die Kanzlei pro Teilnehmer:in 1.200 Euro erstattet bekommt – insgesamt 4.800 Euro für die Qualifizierungsmaßnahme.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 2. August 2026