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Managed Hosting

Managed Hosting bei europäischen Anbietern bezeichnet Hosting-Dienste, bei denen der Anbieter die vollständige technische Verwaltung der Server übernimmt (Updates, Sicherheit, Backups) und die Infrastruktur in EU-Rechenzentren betreibt, was die DSGVO-konforme Umsetzung erleichtert.

Ausführliche Erklärung

Beim Managed Hosting übernimmt der Hosting-Anbieter die gesamte Administration der Server-Infrastruktur. Dies umfasst Serverkonfiguration, Betriebssystem-Updates, Sicherheitspatches, Backups, Monitoring und technischen Support. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, während die komplexe Server-Verwaltung ausgelagert ist. Im Gegensatz zu reinem Cloud-Hosting oder unverwalteten Servern sind bei Managed Hosting alle administrativen Aufgaben im Service inbegriffen.

Der Zusatz "bei europäischen Anbietern" gewinnt seit dem Schrems-II-Urteil des EuGH und aufgrund des US CLOUD Act erheblich an Bedeutung. Europäische Hosting-Anbieter mit Rechenzentren in der EU unterliegen ausschließlich europäischem Recht und den strengen Vorgaben der DSGVO. Damit entfallen die rechtlichen Risiken, die bei US-amerikanischen Cloud-Anbietern bestehen, bei denen US-Behörden potenziell auf Daten zugreifen können. Für KMU in Österreich und Deutschland ist diese Rechtssicherheit ein entscheidender Vorteil: Der erforderliche Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist standardmäßig verfügbar, Drittlandtransfers werden vermieden, und der Serverstandort bleibt im europäischen Rechtsraum.

Managed Hosting bei europäischen Anbietern kombiniert somit zwei Vorteile: die operative Entlastung durch vollständige technische Betreuung und die rechtliche Absicherung durch EU-Standort. Die Kosten liegen üblicherweise zwischen 20 und 100 Euro monatlich für KMU-typische Setups, sind aber kalkulierbar und beinhalten typischerweise SSL-Zertifikate, tägliche Backups und Support. Verglichen mit unverwalteten Cloud-Lösungen erscheint Managed Hosting zunächst teurer, rechnet sich jedoch häufig, wenn man die eingesparten internen IT-Personalkosten und Risiken einkalkuliert.

Praxisbeispiel

Eine Wiener Steuerberatungskanzlei mit 12 Mitarbeiter:innen nutzt Managed WordPress-Hosting bei einem österreichischen Anbieter mit Rechenzentrum in Deutschland. Die Kanzlei zahlt 35 Euro monatlich und erhält dafür automatische Updates, tägliche Backups, SSL-Verschlüsselung und telefonischen Support. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist digital verfügbar, alle Mandantendaten bleiben in der EU. Die Geschäftsführung spart sich die Suche nach IT-Administrator:innen.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 2. August 2026