IAM (Identity and Access Management)
Identity and Access Management (IAM) bezeichnet die zentrale Verwaltung digitaler Identitäten und Zugriffsrechte in Unternehmen. Es stellt sicher, dass nur autorisierte Benutzer auf bestimmte Daten, Systeme und Ressourcen zugreifen können.
Ausführliche Erklärung
IAM umfasst alle Prozesse und Technologien, die zur Verwaltung von Benutzeridentitäten und deren Zugriffsberechtigungen notwendig sind. Das System kontrolliert den gesamten Ablauf von der Authentifizierung eines Benutzers bis zur Autorisierung für spezifische Ressourcen. Dabei wird festgelegt, wer Zugriff auf welche Daten und Systeme erhält und unter welchen Bedingungen dieser Zugriff gewährt wird.
Für Unternehmen jeder Größe bietet IAM mehrere zentrale Vorteile: Es erhöht die Sicherheit durch die zentrale Verwaltung aller Zugriffsrechte, vereinfacht administrative Prozesse durch Automatisierung und unterstützt die Einhaltung rechtlicher Vorgaben – etwa der nach Art. 32 DSGVO geforderten technischen und organisatorischen Maßnahmen – durch eine nachvollziehbare Protokollierung von Zugriffen. Funktionen wie Single Sign-On verbessern zudem die Benutzerfreundlichkeit, da sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr für jedes System separat anmelden müssen.
Moderne IAM-Systeme arbeiten häufig mit rollenbasierten Zugriffskontrollmodellen. Dabei werden Berechtigungen nicht einzelnen Personen zugewiesen, sondern nach Rollen gebündelt – etwa für Buchhaltung, Projektleitung oder Administration. Dies ermöglicht eine granulare Zugriffssteuerung, bei der jeder Benutzer genau die Rechte erhält, die er für seine Arbeit benötigt. Ein IAM-System bildet außerdem den gesamten Lebenszyklus einer Identität ab: vom Anlegen beim Eintritt über die Anpassung bei Rollenwechseln bis zum vollständigen Entzug aller Berechtigungen beim Austritt. In Zeiten von Remote Work und Cloud-Diensten ist ein durchdachtes IAM-Konzept für die IT-Sicherheit unverzichtbar geworden.
Praxisbeispiel
Eine Steuerberatungskanzlei mit 25 Mitarbeitern in Linz führt ein IAM-System ein, um den Zugriff auf Mandantendaten zu steuern. Steuerberaterinnen und Steuerberater erhalten über ihre Rolle automatisch Zugriff auf die Buchhaltungssoftware und die relevanten Mandantenakten, während Assistenzkräfte nur auf allgemeine Dokumente zugreifen können. Beim Austritt eines Mitarbeiters werden sämtliche Berechtigungen zentral und automatisch entzogen – ein Punkt, den auch Wirtschaftsprüfer regelmäßig kontrollieren.
Quellen
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„IAM (Identity and Access Management)“ — Definition im Strukturaflow IT Glossar: https://begriffe.strukturaflow.com/begriff/iam-identity-and-access-management <a href="https://begriffe.strukturaflow.com/begriff/iam-identity-and-access-management">IAM (Identity and Access Management)</a> — Definition im Strukturaflow IT Glossar