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ELDA (Elektronischer Datenaustausch)

ELDA (Elektronischer Datenaustausch) ist das österreichische Datensammelsystem für die elektronische Übermittlung von Dienstgebermeldungen, Lohnzetteln und Vertragspartnerabrechnungen an die Sozialversicherungsträger und Finanzämter.

Ausführliche Erklärung

ELDA wurde in den 1990er Jahren von der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse entwickelt und wird seit 1995 österreichweit eingesetzt. Das System ermöglicht den elektronischen Datenverkehr zwischen Dienstgebern, Steuerberatern, Sozialversicherungsträgern und Finanzämtern. Über ELDA werden unter anderem An- und Abmeldungen von Dienstnehmer:innen, monatliche Beitragsgrundlagenmeldungen (mBGM) sowie Lohnzettel nach § 109a Einkommensteuergesetz übermittelt.

Für Unternehmen stehen zwei Varianten zur Verfügung: Die ELDA-Software (als lokale Installation) und ELDA Online (browserbasiert über das Unternehmensserviceportal). Beide Systeme gewährleisten eine sichere Datenübertragung mit sofortiger Übertragungsbestätigung. Die meisten Lohnverrechnungsprogramme sind direkt an ELDA angebunden und übertragen die Meldungen automatisch. Seit 2004 wurden bereits mehrere Millionen Lohnzettel elektronisch über ELDA versendet.

Wichtig für die Praxis: Ab Ende 2026 werden die Erfassungsmodule der ELDA-Software nicht mehr weiterentwickelt und durch neue Webservice-Schnittstellen ersetzt. Bestehende Daten bleiben zwar abrufbar, neue Meldungen müssen dann über ELDA Online oder direkte Webservice-Anbindungen erfolgen. Unternehmen sollten sich rechtzeitig über die Migrationsoptionen informieren.

Praxisbeispiel

Ein Steuerberatungsbüro mit 8 Mitarbeiter:innen in Linz betreut 45 KMU-Mandanten und führt deren Lohnverrechnung durch. Über die ELDA-Schnittstelle in der Lohnverrechnungssoftware werden monatlich alle Dienstgebermeldungen, Beitragsgrundlagen und Lohnzettel direkt an die Sozialversicherung und Finanzämter übertragen. Die automatisierte Übermittlung spart gegenüber der früheren Papierform rund 15 Stunden Arbeitszeit pro Monat und reduziert Fehlerquoten durch integrierte Plausibilitätsprüfungen deutlich.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 2. August 2026