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Cyber Security Checks (Österreichisches FFG-Förderprogramm für Cybersicherheit)

Die Cyber Security Checks sind ein österreichisches Förderprogramm der FFG, das kleinen und mittleren Unternehmen nicht rückzahlbare Zuschüsse von maximal 10.000 Euro für die Umsetzung von Cybersicherheitsmaßnahmen gewährt.

Ausführliche Erklärung

Die Cyber Security Checks sind eine Förderinitiative der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Koordinierungszentrum für Cybersicherheit (NCC-AT) des Bundeskanzleramtes. Das Programm wurde erstmals 2023 aufgelegt und richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen mit Niederlassung in Österreich. Die Förderung beträgt maximal 40 Prozent der förderbaren Gesamtkosten, wobei pro Unternehmen ein Cyber Security Scheck mit maximal 10.000 Euro vergeben wird. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Fonds Zukunft Österreich sowie des EU-Programms DIGITAL Europe.

Während die Ausschreibung 2023 primär KMU unterstützte, die unter die NIS2-Richtlinie fielen, wurde das Programm 2024 für alle österreichischen KMU geöffnet, die die definierten Kriterien erfüllen. Sektorspezifische Einschränkungen entfielen. Gefördert werden Kosten für Technologien wie Firewall-Systeme, Verschlüsselungssoftware, Netzwerksicherheitslösungen sowie Beratungsleistungen für die technische Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen. Seit der Ausschreibung 2024 sind auch Schulungskosten förderbar, sofern sie die Implementierung der geplanten technischen Sicherheitsmaßnahmen unterstützen.

Die Förderung ist als De-Minimis-Beihilfe ausgestaltet und muss vor Beginn der Maßnahmen beantragt werden. Der Förderzeitraum beträgt je nach Ausschreibung 6 bis 12 Monate ohne Verlängerungsmöglichkeit. Pro Unternehmen ist nur ein Cyber Security Scheck förderbar. Die Antragstellung erfolgt elektronisch über das eCall-System der FFG. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die außerhalb der von der EU-Kommission definierten Länder kontrolliert werden oder deren De-Minimis-Obergrenze bereits ausgeschöpft ist.

Für KMU-Entscheider ist das Programm relevant, weil es niederschwellig den Einstieg in strukturierte Cybersicherheitsmaßnahmen ermöglicht. Angesichts steigender Cyberbedrohungen und zunehmender regulatorischer Anforderungen bietet die Förderung finanzielle Entlastung bei notwendigen Investitionen in IT-Sicherheit. Die Förderung setzt jedoch voraus, dass das Unternehmen bereits eine klare Vorstellung der umzusetzenden Maßnahmen hat und diese in einem Umsetzungsplan dokumentiert.

Praxisbeispiel

Ein steirischer Metallverarbeitungsbetrieb mit 75 Mitarbeitenden plant die Einführung einer neuen Firewall-Lösung und verschlüsselter Datensicherungssysteme. Die Gesamtkosten für Hard- und Software sowie externe Beratung zur Integration betragen 22.000 Euro. Das Unternehmen beantragt einen Cyber Security Scheck und erhält eine Förderung von 8.800 Euro (40 Prozent), womit die Investition deutlich erleichtert wird. Der Antrag erfolgt über eCall vor Projektbeginn, die Umsetzung muss innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2026